Mediation
von Rechtsanwältin Katja Härterich, Fachanwältin für Familienrecht und Rechtsanwalt Klaas Keerl, Fachanwalt für Familienrecht, Frankfurt am Main
Vielfach besteht der Wunsch zwischen den Eheleuten, einen Rosenkrieg zu vermeiden und eine Konfliktslösung nicht vor Gericht, sondern im Gesprächs- und Verhandlungswege zu finden.
Wir haben in unserer Praxis eine ganze Reihe von trennungswilligen Paaren kennen gelernt, die mit einer veränderten Beziehungssituation relativ stressfrei umgingen und bereits mit einem "Fahrplan" für die Auseinandersetzung in die familienrechtliche Beratung kamen.
In einem solchen Fall kann das Scheidungsverfahren sehr kostengünstig und rasch durchgeführt werden.
In anderen Fällen haben trennungswilllige Eheleute die Problematik, dass in einzelnen Punkten keine Einigung möglich ist. Dies kann seinen Grund in unterschiedlichen Rechtsstandpunkten haben oder einfach in Gesprächsblockaden.
Jahrzehntelang hat man diese Blockaden dergestalt gelöst, dass jede Partei sich einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin gesucht hat, dass man die Interessen- und Rechtslage ausgelotet hat und dann - eventuell in der Diskussion mit dem Kollegen - eine Lösung gefunden hat, die beiden Interessen Rechnung trägt.
Leider gibt es zunehmend Anwaltskollegen, die diese Tradition in dieser Weise nicht fortsetzen wollen und sich einvernehmlichen Regelungen verschließen. Wir haben etliche Fachanwälte für Familienrecht kennen gelernt, die - vielleicht aus Furcht vor späteren Regressansprüchen oder um ihre Mandanten zu beeindrucken - jegliche Gesprächsbereitschaft verweigern und letztlich alles vom Gericht ausurteilen lassen.
Diese unschöne Entwicklung sowie der Wunsch vieler Eheleute, Konflikte ohne einen "Rosenkrieg" zu lösen - hat zum Boom der "Mediation" geführt. Vor wenigen Jahren noch gänzlich unbekannt, hat die Mediation mittlerweile ungeahnten Zuspruch erlebt.
Insbesondere wenn Kinder aus einer Beziehung hervorgegangen sind, geht häufig der Wille der Beteiligten dahin, Lösungen ohne Einschaltung der Justiz zu finden, um die Beziehungen zum anderen Elternteil zu schonen.
Hier kann die Mediation einen gangbaren Weg darstellen. Der Mediator versucht mit Hilfe einer Fragetechnik unterschwellige Konflikte, die einer Lösung entgegen stehen können, zu entschärfen und Themen wie Unterhalt, Sorgerecht usw. einer sachgerechten Lösung zuzuführen. Im Idealfall mündet die Mediation in eine Trennungs- oder Scheidungsfolgenregelung, auf deren Grundlage die Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien neu gestaltet werden.
Zu wenig beachtet wird dabei jedoch oft, dass der Mediator unparteiisch sein muss und daher nicht Interessenvertreter sein kann. Somit besteht stets die Gefahr, dass eine Partei in Rechtsunkenntnis wichtige Ansprüche vergibt. Deshalb sollte auch eine Mediation anwaltlich begleitet werden. Trotzdem kann eine Mediation gegenüber einem streitigen Verfahren viel Geld und Kosten sparen, wenn sie sachkundig und zielorientiert durchgeführt wird.
Hierbei bieten wir Ihnen unsere Unterstützung an.
Gerne sind wir Ihnen auch bei der Vermittlung eines Mediators bzw. einer Mediatorin behilflich.
Ihr Team für Familienrecht:
Ramminger & Rudolph - Rechtsanwälte, Fachanwälte und Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft, Zeil 79 (zwischen Hauptwache und Konstablerwache, am Brockhausbrunnen), 60313 Frankfurt am Main, Tel. +49(69)29723610, Fax: +49(69)2972361112, e-Mail: post@ramrud.de, Internet: www.ramrud.de
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